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Entschlackung

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In der Naturheilkunde geht man davon aus, dass beim Stoffwechselprozess im Körper giftige Abfallprodukte entstehen, die nicht allein durch die Ausscheidungsorgane ausgeleitet werden können. Über die Jahre hinweg sammeln sich nach dieser Theorie Schlacken im Körper, die mit Hilfe der Entschlackung abgebaut werden müssen.
Ursprung des Begriffs Entschlackung

Den Begriff Schlacke kennt man vor allem aus der Metallgewinnung und der Feuerungstechnik. So entstehen hier bei der Verbrennung Rückstände, die als Schlacke bezeichnet werden. In der Alternativmedizin geht man ebenfalls davon aus, dass Rückstände vom Stoffwechsel- oder Verbrennungsprozess im Körper verbleiben und sich vor allem im Fettgewebe sammeln.
Maßnahmen zur Entschlackung
Um eine Entschlackung zu vermeiden, wird in der Alternativmedizin zu einer basischen Ernährung geraten, um den Säure-Basen-Haushalt im Körper auszugleichen. Hier soll man vor allem basische Lebensmittel wie Obst und Gemüse zu sich nehmen.
Auch das Fasten mit Hilfe der verschiedenen Fastenkuren und bestimmte Diäten unterstützen die Entschlackung und Entsäuerung des Körpers. So geht man beispielsweise in der Mayr-Kur davon aus, dass vor allem der Darm gereinigt und geschont werden müsse, um Schlacken abzubauen. Außerdem sorgt eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr für den Ausleitprozess.

Heilwirkung der Entschlackung

Eine Entschlackungskur soll in der Regel das allgemeine körperliche und seelische Wohlbefinden fördern. Außerdem sollen sich Beschwerden wie Allergien, Migräne und Verdauungsprobleme deutlich bessern. Um die Heilwirkung einer Entschlackungskur möglichst lange zu erhalten, wird auch danach zu einer gesunden Ernährung geraten.

Hinweis: Man muss hier allerdings erwähnen, dass die Heilwirkung einer Entschlackungskur wissenschaftlich kaum nachgewiesen ist und deshalb von vielen Ärzten kritisch betrachtet wird.

Ernährungslehre/Fasten

Was Entschlackung im Heilfasten tatsächlich bedeutet, erklären Dr.med. Françoise Wilhelmi de Toledo und Dr.med. Eva Lischka.

Überlingen, 1.6.08:  Der Begriff „Schlacke“ stammt aus der metallerzeugenden Industrie und ist definiert als glasig massiver Rückstand aus thermisch metallurgischen Prozessen.
Als Otto Buchinger 1935 den Begriff „entschlacken“ im Zusammenhang mit der Fastentherapie verwendete, war den Menschen der damaligen Zeit das Wort „Schlacke“ als Bezeichnung für die unverbrannten Rückstände der damals üblichen Kohleöfen vertraut. So entstanden bei Fastenärzten für einen gestörten Stoffwechsel bildhafte Vergleiche eines rußenden Ofens, der erst dann wieder gut zöge, wenn er von seinen Schlacken befreit wäre.
Im Volkmund hat sich dieser Begriff „entschlacken“ als Sinnbild für das Entfernen von Überflüssigem, Störendem, ja Schädlichem erhalten. In der herrschenden Medizin gibt es den Begriff „Schlacke“ nicht. Da mittlerweile die medizinische Forschung tiefere Einblicke in die physiologischen Vorgänge des menschlichen Körpers gewährt, erübrigt sich die Verwendung dieses Begriffs Schlacke in der Medizin, da für die Gesundheit schädliches, überflüssiges und störendes chemisch definiert und benannt werden kann:
- überschüssige Fette, z. B. als erhöhte Triglyceride, Cholesterin und low-density lipoprotein im Blutserum

- erhöhte Harnsäure im Blut und Gewebe als Ursache von Gichtablagerungen

- schädliche, langkettige Zucker-Eiweiß-Verbindungen: advanced glycation endproducts (AGEs) als Promotoren von Arteriosklerose und Alterungsprozessen

- ein Übermaß von Antigen-Antikörper-Komplexen bei Allergien

- durch schädlich erhöhte Konzentrationen an Botenstoffen, wie Angiotensinogen, Tumornekrosefaktor alpha und entzündungsfördernden Interleukinen, sowie Hormonen wie Insulin und Östrogen, ferner gerinnungsfördernden Faktoren wie Plasminogenaktivatorinhibitor 1 und vielen anderen.

Heute wissen wir, dass es nicht damit getan ist, schädliche Stoffe „auszuleiten“, sondern in einem komplexen Regelsystem der Gesundheit dienliche Balancen herzustellen.
Die Fastentherapie erzielt eine hohe Ergebnisqualität, da sie offensichtlich viele dieser Regelsysteme positiv beeinflusst: z. B. sinkt erhöhter Blutdruck, Fett- und Zuckerstoffwechsel verbessern sich, die Stimmung hellt sich nachhaltig auf, die antientzündliche Wirkung fürt zu Schmerzreduktion, z. B. an den Gelenken bei Rheuma.

Obschon der Begriff Schlacke in der herrschenden Medizin nicht gebräuchlich ist, hat das „Entschlacken“ schon manchen Patienten zur positiven Lebensstiländerung bewegt. Fasten befreit auch von „seelischen Schlacken“. Unverarbeitete Erlebnisse, alter Groll und Hader, die während einer Fastentherapie oft unvermittelt wieder an die Oberfläche gespült werden, können wahrgenommen und bearbeitet werden, z. B. mit Hilfe einfühlsamer, liebevoller Gesprächstherapie.

So fühlt sich der Mensch nach einer optimal geleiteten Fastentherapie körperlich und seelisch im Gleichgewicht.

Dr.med. Françoise Wilhelmi de Toledo, Ärztliche Direktorin der Klinik Buchinger in Überlingen und Dr.med. Eva Lischka, 1. Vorsitzende der Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung e.V., forschen und publizieren seit Jahren auf dem Gebiet des Fastens und der Naturheilkunde.


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Posted by myblog   @   11 May 2010 0 comments
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